
Als "Stadlands musikalischer Botschafter“ unterwegs
Blasorchester der TMV Rodenkircher feiert 50-jähriges Bestehen – Frühjahrskonzert am 15. März
Sie werden als „musikalischer Botschafter der Gemeinde Stadland“ tituliert, denn bei ihren Auftritten im In- und Ausland ernten sie stets große Begeisterung. Die wird es sicherlich auch am Sonntag, 15. März, in der Markthalle in Rodenkirchen geben, wenn die Musiker und Musikerinnen ihr traditionelles Frühjahrskonzert präsentieren. Das steht in diesem Jahr unter einem besonderen Stern, denn das Blasorchester der Turn- und Musikvereinigung (TMV) Rodenkirchen besteht seit 50 Jahren und feiert somit sein goldenes Jubiläum.
Hervorgegangen ist das derzeit fast 60 Mitglieder große Ensemble aus dem ehemaligen Spielmannszug der Ortsverkehrswacht Rodenkirchen. Die Gründungsversammlung mit zwölf Interessierten fand am 6. Januar 1976 in der Gastwirtschaft Hasbargen in Hartwarden, dem heutigen Friesenheim, statt. Bereits im Dezember des selben Jahres wurde das erste Konzert bei der Weihnachtsfeier des Reichsbundes in Rodenkirchen gegeben. Die Umbenennung in Blasorchester der Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen e. V. erfolgte 1981.
Sohn beerbt Vater als Dirigent
Die Geschichte des Vereins und insbesondere dessen musikalische Ausrichtung ist sehr eng mit der Familie Abbenseth verbunden. Lübbe Abbenseth war der Initiator der Vereinsgründung und Mitbegründer sowie von 1976 bis 1998 auch Vorsitzender und musikalischer Leiter. Seit nunmehr 28 Jahren schwingt Sohn Peter Abbenseth den Dirigentenstab und hat einen sehr großen Anteil an der hohen Qualität des Orchesters. Mit dem zwölfjährigen Henri Abbenseth ist auch bereits die dritte Generation der Familie Abbenseth dabei.
Kontinuität ist überhaupt ein besonderes Merkmal der TMV Rodenkirchen. In der jetzt 50-jährigen Vereinsgeschichte gab es nach Lübbe Abbenseth mit Mitbegründer Wilfried Müchler, Thorben Klein und jetzt Björn Meyer bislang nur drei weitere Vorsitzende. Neben Müchler und Peter Abbenseth sind mit Marion Cramer, Ute Redecker und Birthe Oellrich noch drei weitere Mitbegründerinnen große Stützen des Ensembles.
Die seit 2001 in der ehemaligen Bauhofshalle am Rodenkirchen Marktplatz beheimatete TMV blickt auf 50 ereignisreiche Jahre mit rund 1000 Auftritten zurück. Besonders in Erinnerung bleiben die Teilnahmen am Besuch des Altbundeskanzlers Helmut Schmidt 1990 in Rodenkirchen, an der Eröffnung des Wesertunnels 2004 und der Auftritt 2001 in der Kugelbake-Halle in Cuxhaven vor rund 900 Besuchern. Neben der jährlichen Frühjahrskonzerten und den Weihnachtskonzerten in der Rodenkircher St.-Matthäus-Kirche haben auch Fahrten in Stadlands französische Partnerstadt Petit-Caux und in die Niederlande dafür gesorgt, dass die Fangemeinde des Blasorchesters stetig gewachsen ist.
Erfolgreiche Nachwuchsarbeit
Ein Garant der erfolgreichen Entwicklung des Orchesters, dessen Mitglieder ein Durchschnittsalter von 39 Jahren haben, ist die gute Nachwuchsarbeit. 2005 wurden die Flötengruppen ins Leben gerufen: So sollen Kinder unter zehn Jahren an das Orchester herangeführt werden. Cornelia Desenz, seit 40 Jahren Mitglied und mit 71 Jahren die Zweitälteste im Orchester, unterrichtet bis heute die Kinder. Im selben Jahr wurde auch der Instrumentenzirkel zur Nachwuchsförderung in Kooperation mit der Grundschule Rodenkirchen gegründet.
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Das Jubiläumskonzert des Blasorchesters der Turn- und Musikvereinigung Rodenkirchen am Sonntag, 15. März, beginnt um 15 Uhr. Einlass in die Markthalle ist um 14 Uhr. Gemäß dem Motto „50 Years Music“ sollen Kompositionen aus dem umfangreichen Repertoire der Musikerinnen und Musiker dargeboten werden, zu dem neben Originalkompositionen auch Partymusik, Schlager und Filmmusik gehören. Unterstützung bekommt das Orchester von Wilke Eichler, der drei Lieder singen wird.
Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf für zwölf Euro in Rodenkirchen bei der Volksbank Jade-Weser, im Bücher- und Schreibwaren-Eck Manzke, am Imbisspavillon am Marktplatz, bei Frisör Keppel sowie bei allen Mitgliedern. An der Tageskasse kostet der Eintritt 14 Euro. Kinder bis zehn Jahre zahlen die Hälfte.
Von Rolf Bultmann